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Für Waghubinger hätten die guten Tage kommen können

"Jetzt hätten die guten Tage kommen können", doch versprochen werden können nur 90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwischen den morschen Brettern geht es in die Tiefe. Ab 28.11., der Premiere in Wien, kann man sich davon und von Stefan Waghubinger selbst überzeugen.

 

Das Nörgeln hat Stefan Waghubinger als Österreicher von der Pike auf gelernt und in seiner neuen Heimat Stuttgart mit schwäbischer Gründlichkeit perfektioniert. Der gelernte Theologe ist von der Kanzel auf die Bühne herabgestiegen und jammert dort nun auf höchstem Bildungsniveau. Eine herrlich gewagte Mischung aus subtilem Humor, österreichischem Akzent, schwäbischer Bescheidenheit und deutscher Gründlichkeit.

 

In seinem dritten Soloprogramm "Jetzt hätten die guten Tage kommen können" hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. Es wird also eng am 28.11., bei der Premiere, zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen.